Geförderte Projekte

10 Projekte aus ganz Deutschland

Die folgenden Projekte und Gruppe werden vom #ViRaLfonds in 2018-19 gefördert:

This is Germany!

Black Visions and Voices, Tübingen, Baden-Württemberg

Das Filmprojekt „This is Germany“ beschäftigt sich mit den Lebensrealitäten Schwarzer Menschen und Menschen der afrikanischen Diaspora in Tübingen und Umgebung.

Das Projekt setzt dabei zwei Schwerpunkte:
Im Fokus steht einerseits die Konzeption und Produktion eines kurzen Filmes in Anlehnung an die gesellschafts- und rassismuskritischen Musikvideos „This is America“ und dessen Remake „This is Nigeria“, die kürzlich erschienen sind.
Zweitens will das Projekt auf die Situation von Schwarzen Menschen in Tübingen aufmerksam machen, da rassistische Aussagen in der Umgebung immer salonfähiger werden und rechte Einstellungen in der öffentlichen Debatte zunehmend mehr Raum bekommen. Es ist notwendig dem entgegenzuwirken und deshalb will die Initiative Black Visions und Voices die Sicht von Schwarzen Menschen in die bisher sehr einseitig geführte Rassismus-Debatte einbringen, in dem sie durch das Videoprojekt ihre Erfahrungen mit der Öffentlichkeit teilt. Um beide Schwerpunkte zusammenzuführen, soll die Filmproduktion im Austausch mit öffentlichen Institutionen, Vereinen, selbstorganisierten Gruppen, KooperationspartnerInnen, als auch der Bevölkerung in der Region Tübingen stattfinden.
Der Film und sein Entstehungsprozess soll letztlich eine nachhaltige Auswirkung auf die bestehenden Diskurse in der Region Tübingen und eine nachhaltige Sensibilisierung für das Thema Rassismus bewirken. Aus praxisorientierter Perspektive wäre es wünschenswert, dass der Film, als (Lehr- bzw. Schulungs-)Material in verschiedenen öffentlichen Institutionen in Tübingen und Umgebung eingesetzt wird.

Welcome Dinner Köln, Nordrhein-Westphalen

Eine Einladung zum Essen bedeutet weltweit: Du bist willkommen. Das Welcome Dinner Köln ist eine Plattform für Begegnungen. Wir wollen Zuwanderern einen Zugang zur Gesellschaft geben und Gastgebern die Möglichkeit, sie bei einem Abendessen kennenzulernen. „Das gemeinsame Essen ist immer ein Erlebnis für beide Seiten, für die Gastgebende und für die Gäste, ob daraus nun eine Freundschaft wird oder es bei einem einmaligen Besuch bleibt. Gastgeber lernen auf diese Weise ihre neuen Nachbarn kennen und können Vorurteile ausräumen. Und den Gästen signalisiert eine private Einladung zum Abendessen – eine Geste, die man wohl nirgendwo auf der Welt missverstehen kann: „Du bist Willkommen!“
Die Funktionsweise von Welcome Dinner ist einfach. Gastgeber und Gäste können sich auf der Online-Plattform www.welcome-dinner.koeln anmelden. Dann wird das Team von Welcome Dinner aktiv. Es werden passende Paare, bestehend aus einem Gast und einem Gastgeber, gebildet. Geschichten von den Begegnungen werden auf Facebook und in einem Blog veröffentlicht.“ – Spannende Begegnungen beim „Welcome Dinner“Initiative sucht Unterstützer – Reinische Anzeigenblaetter

Bündnis Kandel Gegen Rechts, Rheinland-Pfalz

Das Bündnis „Kandel gegen Rechts“ steht für Vielfalt, Toleranz und Menschlichkeit und stellt sich gegen Hass, Rassismus und Ausgrenzung. Unter diesem Motiv plant das Bündnis für den Frühling 2019 ein Festival in Kandel für die Einwohner*Innen aus der Region.

Hier können sich Besucher*Innen zu Themen wie Rassismus, Demokratie und Flucht informieren und lokale Initiativen bekommen die Möglichkeit, über ihre Arbeit zu berichten. Damit soll das Außenbild von Kandel wieder mit positiven Werten belegt und ein klares Zeichen für Vielfalt und Menschlichkeit nach Außen und nach Innen gesetzt werden.

Es wird bunt, vielfältig und international. Sowohl kulinarisch als auch musikalisch wird für jeden etwas dabei sein. Verschiedene Bands, DJs, Chöre und Orchester – von Techno über Rock bis hin zur Blasmusik – sorgen für die Festival- Atmosphäre. Für Kinder soll das Fest ebenfalls bunte und spielerisch interkulturelle Angebote bereithalten.

Für das Festival möchten wir möglichst viele lokale Vereine, Initiativen, Gastronomen, Geschäfte, Musiker*Innen und Künstler*Innen einbinden. Es sollen Menschen zusammen kommen, die in ihrem Alltag sonst weniger gemeinsame Anknüpfungspunkte haben. Unser Ziel ist, so den Zusammenhalt und die Solidarität in Kandel zu stärken. Dazu möchten wir informieren und positive Begegnungen und Dialog schaffen, unabhängig von Alter, Herkunft, Religion und Vorlieben.

„Hass ist krass, Liebe ist krasser!“ – die Waldritter, Herten, NRW

„In einschlägigen Internetforen und Social-Media-Gruppen die im Zusammenhang mit der Stadt Herten stehen, taucht vermehrt (rassistische) Hate Speech – hasserfüllte Sprache im Internet – auf. Ohne eine entsprechende Ahndung werden so rechtsextreme, rassistische und menschenfeindliche Äußerung salonfähig gemacht.Gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen wollen wir lokal in Herten dokumentieren wie und wo dieses Phänomen auftritt. Dafür werden auch Kommentare überregionaler Medien und Internetangebote als weitere Quellen genutzt.
Gemeinsam mit allgemeinen Informationen zu den Themen Hate Speech, Rassismus, Ausgrenzung und Rechtsextremismus sollen die im Projekt gemachten „Funde“ veröffentlicht werden. Die Ergebnisse werden didaktisch und künstlerisch aufbereitet, um ein stimmiges und informatives Gesamtbild zu erzielen. In diesem sollen beispielsweise auch Videosequenzen erscheinen.
Aus diesen Arbeiten stellen wir eine multimediale Ausstellung zusammen, die in Herten gezeigt werden kann und auch online verfügbar ist. Die Ausstellung wird mit einer Auftaktveranstaltung eröffnet und dann mehrere Wochen zu festgelegten Zeiten für Besucher*innen zugänglich sein.“