Miteinander im Erzgebirge

Miteinander im Erzgebirge

Aue, Sachsen

Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist seit 2015 auch im Erzgebirgskreis ins Wanken geraten, Zuwanderung wird abgelehnt. Es gab offenen Protest und es entstanden starke nicht-demokratische Strukturen, die bis heute in den demokratischen Alltag eingreifen, Menschen verunsichern und Rassismus und Hetze verbreiten. Das „Bündnis demokratisches Miteinander im Erzgebirge“ will mit allen Menschen ins Gespräch kommen, Plattformen des Austausches und der Begegnung schaffen sowie ein nachhaltiges Angebot kommunaler Konfliktberatung schaffen. Die Herausforderung ist die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes und damit die gleichzeitige Unterstützung aller Integrationsbemühungen im Landkreis. Das bedeutet jedoch auch die Auseinandersetzung mit gewachsenen Strukturen der sogenannten neuen Rechten und Strukturen einer neuen, nicht demokratischen „Heimatbewegung“. Monatliche öffentliche Gesprächsforen, Lesungen, Diskussionen usw. sowie ein wöchentliches Gesprächsangebot werden einer breiten Bürgerschaft angeboten. Dazu werden Verwaltung und Kommunalpolitik eingeladen und in geeigneter Form beteiligt. Die lösungsorientierte Begleitung von Entwicklungsprozessen innerhalb des Gemeinwesens ist gesichert durch den Partner Kompetenzzentrum für Gemeinwesenarbeit im Erzgebirge. Ein nachhaltiges Angebot kommunaler Konfliktberatung wird aufgebaut.

Das „Bündnis demokratisches Miteinander im Erzgebirge“ besteht seit 2016. Es unterstützt und vernetzt Aktionen und Akteur*innen der demokratischen Alltagskultur im Erzgebirgskreis. Das Bündnis versteht sich als überparteiliches und nicht an eine Konfession gebundenes Bündnis von Personen und Institutionen. Sie verfolgen gemeinsam das Ziel, demokratische Grundsätze und den darin enthaltenen Gedanken von Toleranz und Pluralismus mit Fokus auf unser Erzgebirge im Alltag und in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken.