Projekt 3/10: Miteinander im Erzgebirge

Bild: Miteinander im Erzgebirge. All rights reserved

„Miteinander im Ergebirge“ – Aue, Sachsen

„Das „Bündnis demokratisches Miteinander im Erzgebirge“ besteht seit 2016. Es unterstützt und vernetzt Aktionen und Akteur*innen der demokratischen Alltagskultur im Erzgebirgskreis.

Das Bündnis versteht sich als überparteiliches und nicht an eine Konfession gebundenes Bündnis von Personen und Institutionen. Wir verfolgen gemeinsam das Ziel, demokratische Grundsätze und den darin enthaltenen Gedanken von Toleranz und Pluralismus mit Fokus auf unser Erzgebirge im Alltag und in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken.

Unsere Herausforderung ist die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes und damit die gleichzeitige Unterstützung aller Integrationsbemühungen im Landkreis. Das bedeutet jedoch auch die Auseinandersetzung mit gewachsenen Strukturen der sogenannten neuen Rechten und Strukturen einer neuen, nicht demokratischen „Heimatbewegung“. Über das Projekt wollen wir mit allen Menschen ins Gespräch kommen, Plattformen des Austausches und der Begegnung schaffen.

Monatliche öffentliche Gesprächsforen, Lesungen, Diskussionen usw. sowie ein wöchentliches Gesprächsangebot werden einer breiten Bürgerschaft angeboten.  Dazu werden Verwaltung und Kommunalpolitik eingeladen und in geeigneter Form beteiligt. Gegenseitiges Verständnis wird geweckt. Die lösungsorientierte Begleitung von Entwicklungsprozessen innerhalb des Gemeinwesens ist gesichert durch den Partner Kompetenzzentrum für Gemeinwesenarbeit im Erzgebirge.  Ein nachhaltiges Angebot kommunaler Konfliktberatung wird aufgebaut.“

Projekt 2/10: Raus auf die Straße!

Bild: Die Stadtrundgangster. All rights reserved.

Raus auf die Straße! – die Stadtrundgangster, Kassel,  Hessen

„Mit unserem Projekt „Raus auf die Straße!“ wollen wir politische Stadtrundgänge zum Thema Rassismus entwickeln und für junge Menschen ein Lehr-Lernarrangement im öffentlichen Raum gestalten.

„Rassismus ist überall“ – „Rassismus tötet“: Zwischen diesen beiden Polen – Alltagsrassismus und Rechtsextremismus – möchten wir jungen Menschen unterschiedliche Dimensionen von Rassismus aufzeigen, uns mit Betroffenenperspektiven auseinandersetzen, eigene Privilegien reflektieren und hinterfragen und gemeinsam Handlungsoptionen entwickeln.

Für die Konzeption und Durchführung unseres rassismuskritischen Stadtrundgangs sind verschiedene Phasen geplant: Wir wollen uns mit anderen politischen Stadtrundgängen vernetzen, austauschen und uns selbst weiterbilden. Anschließend werden wir uns speziell mit einigen Schwerpunktthemen, die vor Ort eine Rolle spielen, inhaltlich auseinandersetzen.

Dafür wollen wir eng mit der migrantischen Community Kassels, dem Ausländer*innenbeirat und anderen Akteuren vor Ort zusammenarbeiten, um auch konkrete Anliegen herauszuarbeiten und in die Überlegungen zu integrieren. In der Konzeptionsphase des Rundgangs, in der bereits entwickelte Bausteine mit neuen Ideen – auch aus der Kunst- und Kulturvermittlung – verbunden werden, sind es Expert*innen verschiedener Bereiche, die wir in Testdurchläufen mit auf die Straße nehmen, um diverse Rückmeldungen in die weitere Entwicklung einfließen zu lassen.

In der Praxisphase werden regelmäßig Rundgänge durchgeführt, die wir mit einem Fragebogen evaluieren. Abschließend werden die Evaluationsergebnisse ausgewertet, zusammengefasst und veröffentlicht, um sie anderen Interessierten zur Verfügung zu stellen.“

Facebook: Stadtrundgangster Kassel

Projekt 1/10: Kandel Gegen Rechts

Bild: Kandel Gegen Rechts. All rights reserved.

Bündnis Kandel Gegen Rechts – in Kandel, Rheinland-Pfalz

„Das Bündnis „Kandel gegen Rechts“ steht für Vielfalt, Toleranz und Menschlichkeit und stellt sich gegen Hass, Rassismus und Ausgrenzung.  Unter diesem Motiv planen wir für den Frühling 2019 ein Festival in Kandel für die Bürger*Innen aus der Region.

Hier können sich Besucher*Innen zu Themen wie Rassismus, Demokratie und Flucht informieren und lokale Initiativen bekommen die Möglichkeit, über ihre Arbeit zu berichten. Damit soll das Außenbild von Kandel wieder mit positiven Werten belegt und ein klares Zeichen für Vielfalt und Menschlichkeit nach Außen und nach Innen gesetzt werden.

Es wird bunt, vielfältig und international. Sowohl kulinarisch als auch musikalisch wird für jeden etwas dabei sein. Verschiedene Bands, DJs, Chöre und Orchester – von Techno über Rock bis hin zur Blasmusik – sorgen für die Festival- Atmosphäre. Für Kinder soll das Fest ebenfalls bunte und spielerisch interkulturelle Angebote bereithalten.

Für das Festival möchten wir möglichst viele lokale Vereine, Initiativen, Gastronomen, Geschäfte, Musiker*Innen und Künstler*Innen einbinden. Es sollen Menschen zusammen kommen, die in ihrem Alltag sonst weniger gemeinsame Anknüpfungspunkte haben. Unser Ziel ist, so den Zusammenhalt und die Solidarität in Kandel zu stärken. Dazu möchten wir informieren und positive Begegnungen und Dialog schaffen, unabhängig von Alter, Herkunft, Religion und Vorlieben.

Facebook: Kandel gegen Rechts